Bernd Wittkemper: „Das war klar für mich“
Knochenmarkspende für Amerikanerin
Beckum - Typisieren ließ sich Bernd Wittkemper vor zwei Jahren. Ein Bekannter der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück machte einen Aufruf, weil seine kleine Tochter an Leukämie erkrankt war. Ein kurzer Pieks, eine Ampulle Blut und Bernd Wittkemper war als Spender registriert. „Damals kam ich als Spender nicht in Frage, aber ich blieb in der Kartei", erzählt der 30-Jährige, der seit 2005 bei Piening Personal arbeitet. Als jetzt ein Anruf kam, er könnte eventuell für eine kranke Frau in Amerika als Spender in Frage kommen, stutzte Bernd Wittkemper zuerst überrascht. „Aber es war klar, dass ich zur zweiten Untersuchung hingehe."
Dort wurde ihm wieder Blut abgenommen, um mit einem großen Blutbild zu schauen, ob er wirklich als Spender in Frage kommt: alles passte. „Also ging ich ins Krankenhaus, montags wurde mir ein drittes Mal Blut abgenommen. Am Dienstagmorgen war ich um acht Uhr der erste, der seinen Schlummertrunk im Operationssaal bekam", erinnert sich Bernd Wittkemper. Um 10.30 Uhr lag er bereits wieder auf seinem Zimmer. „Es tat nicht sehr weh, ich hatte blaue Flecke als wäre ich hingefallen – aber ich weiß, wofür ich es gemacht habe." Fünf Tage war er krankgeschrieben, für seinen Chef Dirk Clasberg kein Problem. Der Niederlassungsleiter von Piening Personal in Beckum unterstützte seinen Mitarbeiter. „Es sollte mehr Menschen geben, die sich so einsetzen", findet er.
Von der Amerikanerin weiß Bernd Wittkemper, dass sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde und auf dem Weg der Besserung sei. In der Spenderkartei bleibt er. „Falls es bei der Amerikanerin einen Rückfall gibt, spende ich noch einmal Knochenmark – aber auch, falls ich für jemanden anderes in Frage komme", ist für Bernd Wittkemper klar.
Wenn Sie auch überlegen, sich in der Spenderkartei registrieren zu lassen, informieren Sie sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei:
www.dkms.de oder bei Ihrem Hausarzt. Auch Blutspenden tut nicht weh, aber rettet Leben. Informieren Sie sich beim Deutschen Roten Kreuz: www.drk-blutspende.de







