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Elternzeit als Vater: Was muss ich beachten?

Piening Personal | 19.12.2018

Eine der spannendsten Zeiten im Leben – die Familiengründung – ist in vollem Gange und mit ihr tauchen plötzlich eine Menge Fragen auf: Haben beide Erziehungsberechtigten Anspruch auf Elternzeit? Wie gestaltet sich die Auszeit für Väter? Worauf ist besonders zu achten? Wir haben Tipps für alle werdenden Papas!

Gesetzliches Recht auf Elternzeit

Der langersehnte Nachwuchs ist da – nun möchten Sie natürlich so viel Zeit wie möglich mit Ihrem Kind und Ihrer Familie verbringen. Da kommt eine berufliche Auszeit doch gelegen. Seit 2007 gibt es ein gesetzliches Recht auf bis zu drei Jahre Elternzeit – auch für Väter. Doch gerade einmal vier von zehn Vätern machen von dieser Auszeit Gebrauch. Stattdessen nehmen viele Papas Urlaub, reduzieren die Arbeitszeit oder feiern Überstunden ab, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Und das, obwohl jedem Elternteil bis zu drei Jahre Elternzeit zustehen. Die ersten zwölf Monate müssen jedoch auf die ersten drei Lebensjahre des Kindes verteilt werden. Dabei können Sie frei wählen, ob Sie und Ihre Partnerin/Ihr Partner gleichzeitig oder nacheinander Ihre Auszeit in Anspruch nehmen.

Möchten Sie nicht vollständig pausieren, können Sie stundenweise weiter beschäftigt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass Sie nicht mehr als durchschnittlich 30 Wochenstunden im Monat arbeiten. 

 

Elternzeit beantragen ist kein „Hexenwerk“

Haben Sie sich für die Elternzeit entschieden, müssen Sie einen schriftlichen Antrag bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Aber keine Sorge, dies ist kein großer bürokratischer Akt. Wichtig ist jedoch, dass Sie bereits bei der Beantragung wissen, wann und wie lange Sie in Elternzeit gehen möchten. Um die Abgabefrist Ihrer Elternzeit nicht zu verpassen, können Sie den Termin ganz einfach mithilfe eines Tools ausrechnen lassen: http://www.arbeitswelt-elternzeit.de/rechner/rechner-fuer-vaeter/

Acht Wochen vor Ihrer Auszeit setzt für Sie der Kündigungsschutz ein, der über den gesamten Zeitraum der Elternzeit bestehen bleibt.

 

Elterngeld ersetzt Anteile des Einkommens

Bei der Planung der Elternzeit spielt neben der Dauer häufig das Einkommen eine entscheidende Rolle. Hier gibt es staatliche Regelungen, die das entfallene Einkommen ersetzen. Durch das Basiselterngeld steht dem Arbeitnehmer bis zu 67 Prozent seines Nettolohns zu. Der Betrag liegt dabei maximal bei 1.800 Euro pro Monat – das Minimum liegt bei 300 Euro. Beide Elternteile haben zusammen einen Anspruch auf zwölf Monatsbeträge Elterngeld. Wenn jedoch beide Elternteile für mindestens zwei Monate Elterngeld beantragen, kann der Anspruch bis auf maximal 14 Monate aufgestockt werden.

Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit ist das sogenannte ElterngeldPlus. Es eignet sich für Eltern, die kurz nach der Geburt ihres Kindes wieder in Teilzeit arbeiten möchten. Der Vorteil liegt darin, dass das ElterngeldPlus doppelt so lange wie das Basiselterngeld bezogen werden kann. Allerdings beträgt es auch höchstens die Hälfte des Basiselterngelds.

Väter sollten vor der Geburt des eigenen Kindes ebenso über eine Elternzeit nachdenken wie Mütter. Denn diese Zeit mit dem eigenen Nachwuchs kommt nicht wieder – wäre es da nicht schön, so viel Zeit mit der Familie verbringen zu können wie nur möglich?

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