Suche:

Schließen

News

Eine Jobbörse für Schüler- und Nebenjobs

Piening Personal | 06.10.2020

Piening Personal unterstützt Schüler des Wirtschaftsgymnasiums als Wirtschaftspate

Das Projekt: Innerhalb eines Jahres ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen. Die Hoffnung: Von einem regionalen Paten dabei unterstützt werden. Die Herausforderung: COVID-19.

Was sich im September letzten Jahres nach einem einfachen Projekt angehört hat, ist heute ein Schülerunternehmen mit eigenem Krisenmanagement geworden. Anja und Andreas Klüber von Piening Personal durften der damals 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums in Fulda ein Jahr lang als Wirtschaftspate bei Fragen rund um den Gründungsprozess und die Organisation eines Unternehmens zur Seite stehen.

Erzählt doch mal ein bisschen etwas über das Projekt, wie seid ihr darauf aufmerksam geworden?

Andreas: Wir kannten das Projekt so vorher auch noch nicht, obwohl es das deutschlandweit gibt. Wir hatten 2018 die liebe Viktoria, eine Schulpraktikantin aus der 9. Klasse, bei uns in der Niederlassung. Auch nach dem Praktikum sind wir noch im Austausch geblieben. Sie hat sich dann vor ca. einem Jahr mit der Patenanfrage bei uns gemeldet. Sie erzählte, dass ihre Klasse (die 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums in Fulda) bei einem besonderen Projekt mitmachen würde, in dem es darum geht, eine eigene Firma zu gründen. Diese Projekte bräuchten alle einen sogenannten Wirtschaftspaten. Das heißt, einen Betreuer aus einem Unternehmen, der den Schülern bei dem gesamten Prozess der Gründung mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Ganze sollte über ein gesamtes Schuljahr gehen und mit dem Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein. Die Schüler sollten einmal pro Woche die Möglichkeit bekommen, an dem Projekt zu arbeiten.


Was für ein Unternehmen wollten die Schüler gründen?

Anja: Sie haben sich überlegt, eine Jobbörse für Schüler- und Nebenjobs in der Region Fulda zu gründen. Gerade deswegen hat Viktoria zu dem Zeitpunkt auch direkt an Piening gedacht. Es ist sehr schwierig, als Schüler einen Job zu finden, der sich neben der Schule oder kurzfristig in den Ferien durchführen lässt. Es gibt tausende Jobbörsen, aber keine davon ist auf Schülerjobs spezialisiert. Viele Unternehmen suchen nur Voll- oder Teilzeitmitarbeiter, am besten noch mit jahrelanger Berufserfahrung. Klar gibt es immer mal wieder Aushänge an Bushaltestellen, auf denen ein Babysitter gesucht wird oder jemand, der bei Oma den Rasen mäht. Was aber, wenn jemand sich für den kaufmännischen Bereich interessiert? Dann wird das schon wieder schwierig.

Andreas: Die Idee stand also soweit und wir haben unsere Unterstützung gerne angeboten. Am Anfang war uns allerdings noch nicht ganz klar, wie und wo unsere Unterstützung gebraucht wird. Dafür gab es dann im September einen ersten Kennenlerntermin.


Wie ist dieser erste Termin abgelaufen?

Anja: Der erste Termin war super spannend. Wir haben die Klasse kennengelernt und am Anfang waren alle wirklich noch sehr verhalten. Wir haben dann natürlich das Du angeboten und klargestellt, dass sie uns alles fragen können. Sie haben uns dann auch direkt mit Fragen gelöchert, wobei sich schnell herausstellte, dass sie schon viel zu weit gedacht hatten und sich noch gar keine Gedanken über die Basics gemacht haben. Wir haben dann Fragen in die Runde geworden, z.B. ‘Habt ihr euch schon Gedanken über ein Logo gemacht, wie wollt ihr starten, wie findet ihr die richtigen Sponsoren? Wie spricht man Sponsoren überhaupt an, …“

Andreas: Das war wirklich ganz spannend zu beobachten. Als wir ankamen waren die Rollen und Verantwortlichkeiten aber schon mal geklärt. Wir hatten direkt einen festen Ansprechpartner und sie hatten sich im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht und Fragen vorbereitet.

Anja: Sie waren wirklich super engagiert und sehr interessiert. Wir konnten leider nicht jeden Präsenztermin einrichten, deshalb lief auch vieles per E-Mail, aber auch hier müssen wir sagen, dass die Kommunikation sehr gut funktioniert hat.


Was kamen während des Projektes für Fragen auf?

Anja: Es kamen Fragen auf wie ‘Wie kommen wir am besten an Sponsoren? Das sind ja alles große Unternehmen, wie sprechen wir die an, wie erklären wir denen, was wir wollen?‘ Wir haben dann Tipps gegeben und z.B. vorgeschlagen, sich Leitfäden und Ablaufpläne zu erstellen. Außerdem habe ich ihnen auch noch ans Herz gelegt, den Kunden von der Idee zu überzeugen, indem wir ihm einen Grund und den Mehrwert liefern, den er davon hat, wenn er in uns investiert.

Zusätzlich haben wir die Klasse mit dem Angebot unterstützt, Mails oder Leitfäden Korrektur zu lesen oder ein Telefontraining für den Akquise-Anruf durchzuführen.


Konntet ihr mit euren Kontakten auch noch unterstützen?

Andreas: Ja auf jeden Fall. Bei der Suche nach Sponsoren sind wir auch unsere eigenen Kundenlisten durchgegangen und haben bei ein paar Unternehmen vorgefühlt. Wir durften die Daten unserer Ansprechpartner ja nicht einfach rausgeben und haben deswegen vorab einmal angerufen und angesprochen, dass wir Wirtschaftspaten sind und ein Projekt unterstützen. Aufgrund der Corona-Krise konnten die Schüler allerdings leider nicht so viele Sponsoren gewinnen wie erhofft.


Wurde dieses Unternehmen denn nun wirklich gegründet oder war das Ganze nur theoretisch?

Anja: Das Unternehmen, die Jobbörse, wurde wirklich gegründet. Problematisch daran war nur, als sie richtig loslegen wollten, kam Corona. Es konnte leider nicht so zu Ende gebracht werden, wie es geplant war. Sie hatten keine Möglichkeit sich alle zu treffen und weiter zu planen. Daher lag das Projekt eine Zeit lang auf Eis. Dennoch wurde das Projekt zu Ende geführt und die Schüler arbeiten derzeit noch aktiv an der Weiterentwicklung ihres Unternehmens. (www.nebenjob-fulda.de)


Abschließend?

Andreas: Das war wirklich ein großartiges Projekt, das wir beide gerne wieder unterstützen würden. Es hat viel Spaß gemacht und ich wäre froh gewesen, wenn es das bei uns in der Schule früher auch schon gegeben hätte! In unserem Job versuchen wir ja auch, Menschen in gute Arbeit zu bringen und da ist es wirklich schön, interessierten jungen Erwachsenen, die so engagiert sind, eine Hilfestellung zu leisten.

Und auch die Schüler selbst haben einen großen Nutzen aus dem Projekt gezogen. Sie sind sich sicher, dass das Projekt dabei hilft, die Gründerkultur von jungen Menschen in Deutschland grundlegend und nachhaltig zu verbessern.

Standorte

Mehr als 90 Standorte deutschlandweit, Sie finden uns auch in Ihrer Nähe.