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Körperschmuck im Beruf: Wie kann ich meine eigene Individualität ausleben?

Piening Personal | 23.10.2018

Über 6 Millionen Menschen in Deutschland sind tätowiert – das hat eine Studie der Ruhr-Universität Bochum ergeben. Die Zahl zeigt: Farbe unter der Haut ist längst Alltag. Nicht verwunderlich, da das äußere Erscheinungsbild doch ein Ausdruck von Persönlichkeit und Individualität ist. Hierzu zählen neben Tattoos auch Kleidung, Frisuren und Körperschmuck. Doch worauf ist im Arbeitsalltag zu achten? Was ist erlaubt, was nicht? Und wann werden Accessoires sogar zur Gefahr?

„Kleider machen Leute“ – die Freiheit, seine Individualität durch die Kleidungswahl auszuleben, haben jedoch nicht alle Berufstätigen. Je nach Branche und Aufgabenbereich können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter auffordern, sich nach den Vorstellungen des Unternehmens zu kleiden und ein bestimmtes Erscheinungsbild vorschreiben. Wer trotz Kleiderordnung seiner Individualität Ausdruck verleihen möchte, muss also zum Beispiel auf Schmuck oder Frisuren setzen. Doch selbst das kann vom Arbeitgeber vorgeschrieben werden – wie es unter anderem bei Flugbegleitern der Fall ist.

 

Sicherheit geht vor Individualität

Spätestens bei Sicherheitsvorschriften endet jedoch die eigene Individualität. Da Arbeitgeber in der Fürsorgepflicht stehen, sind sie verpflichtet, ihre Mitarbeiter vor Gefahren zu schützen – und müssen entsprechende Maßnahmen treffen. Da gibt es bei Kleidung und Körperschmuck kein Wenn und Aber. Stellen Kleidungsstücke wie zum Beispiel Schals oder Schmuck ein Sicherheitsrisiko dar, müssen sie abgelegt oder abgeklebt werden. Denn gerade in der Nähe von Maschinen besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko. So können sich Ketten beispielsweise sehr leicht in einer Maschine verfangen und zu ernstzunehmenden Verletzungen führen.

 

Bei der Arbeitskleidung spielt auch die Hygiene eine wichtige Rolle

Neben Sicherheitsvorschriften regeln auch Hygienebestimmungen das Outfit eines Arbeitnehmers und sind deshalb von allen Arbeiternehmern verbindlich einzuhalten. So ist es in vielen Branchen üblich, dass Haare zurückgebunden oder sogar mit einem Haarnetz abgedeckt werden müssen. Ebenso kann das Tragen von Handschuhen, Kitteln und Schuhüberziehern für die Einhaltung der Hygienevorschriften erforderlich sein. Welche Bestimmungen im Betrieb gelten, können Arbeitnehmer bei ihren Vorgesetzen erfragen.

In manchen Berufen gehen die Bestimmungen sogar so weit, dass Nagellack zum Problem werden kann – vor allem dann, wenn man mit Lebensmitteln hantiert. Nagellack verschönert zwar die Hände, führt leider aber auch dazu, dass Schmutz unter dem Nagel nicht erkennbar ist. Auch kann der Lack abblättern und hierdurch ein Lebensmittel verunreinigen. Wer also in der Küche arbeitet, muss selbst das Aussehen seiner Fingernägel nach den Hygieneregeln richten. Lange und lackierte Nägel sind da tabu.

 

Richtig kleiden bei Kundenkontakt

Neben Schutz und Hygiene kann die Kleiderordnung weiteren Nutzen mit sich bringen. Denn auch das Unternehmensimage wird durch das Auftreten der Mitarbeiter nach außen geprägt. Ganz banal gefragt: Wem schenken Sie mehr Vertrauen: Ihrem Bankangestellten im Anzug oder im Hawaiihemd?  In vielen Fällen dient die Kleidung nicht nur der Wiederkennung, sondern vermittelt auch Kompetenz und schafft Vertrauen.

Gerade im Kontakt mit Kunden ist ein seriöses Outfit von Vorteil – es muss jedoch nicht zwangsweise bedeuten, dass Anzugpflicht besteht. Wer sich hier unsicher ist, kann sich an seinen Kollegen orientieren oder mit dem Arbeitgeber Rücksprache halten. Und keine Sorge wegen eventueller Jugendsünden: Selbst Tattoos lassen sich meistens mit der passenden Kleidung verdecken.

 

Auch der Ehering bildet keine Ausnahme

Ein häufig umstrittenes Thema – die Abnahmepflicht des Eherings. Doch auch für dieses kostbare Schmuckstück können keine Ausnahmen bei den Hygiene- und Sicherheitsvorschriften gemacht werden. Die Abnahme des Eherings sollte nicht als Einschränkung oder Verletzung der Persönlichkeit gesehen werden, sondern dient der eigenen Sicherheit.

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