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Konflikte mit den Kollegen – Was tun, wenn’s kracht?

Piening Personal | 03.01.2019

Auch wenn wir mit unseren Arbeitskollegen in der Regel gut auskommen und sich manchmal sogar enge Freundschaften entwickeln (Stichwort: „Frollegen“) – wo gearbeitet wird, entstehen Konflikte. Denn am Arbeitsplatz prallen häufig die unterschiedlichsten Charaktere und Interessen aufeinander. Warum Konflikte mit den Kollegen nicht immer schlecht sein müssen und wie man am besten mit ihnen umgeht, wenn es doch mal kracht – dazu haben wir ein paar Tipps.

Eine Sache vorweg: Konflikte und Probleme sind absolut menschlich und lassen sich nicht in allen Fällen gänzlich vermeiden. Trotzdem kann man versuchen, Konflikten möglichst wenig Nährboden zu bieten. Dabei hilft vor allem eines: Kommunikation. Wer seine Bedürfnisse und Probleme offen und wertfrei mitteilt, kann Streit oft schon vermeiden, bevor er überhaupt erst entsteht. Entscheidend sind dabei auch das allgemeine Betriebsklima und der Führungsstil. Lebt die Führungsebene Wertschätzung und Vertrauen vor, ist es auch für die Mitarbeiter selbstverständlich, mit ihren Kollegen respektvoll umzugehen.

 

Was tun, wenn es doch mal kracht?

Am Arbeitsplatz verbringt man in der Regel einen nicht unerheblichen Teil seiner Lebenszeit. Daher ist es ganz klar, dass man sich auch mal über bestimmte Dinge ärgert: Seien es ausgedehnte Raucherpausen, fehlende Anerkennung vom Chef, ein rauer Umgangston oder vermeintliche „Marotten“ der Kollegen, die man immer intensiver wahrnimmt, je mehr man darauf achtet.

Wenn es doch mal kracht, ist es ratsam, erst einmal Ruhe zu bewahren. Auch, wenn man innerlich kocht: Ein emotional geführter Streit mit gegenseitigen Vorwürfen und Schuldzuweisungen ist nicht produktiv. Stattdessen sollte man erst einmal in sich gehen und sich fragen, warum die eigene Reaktion so heftig ausfällt. Inwiefern kränkt mich etwa die fehlende Anerkennung meines Vorgesetzten? Wieso nerven mich die Raucherpausen der Kollegin so sehr? Warum stören mich bestimmte Verhaltensweisen des Kollegen?

 

Ansprechen statt Aussitzen

Diese Überlegungen können dabei helfen, den Konflikt besser einzuordnen und zu verstehen, wo genau das Problem liegt. Außerdem verschafft dieser kurze Blick nach innen eine wichtige Pause, um etwas Abstand zu gewinnen und das Streitthema objektiver zu betrachten. Das heißt jedoch nicht, dass Arbeitnehmer einen Konflikt einfach aussitzen oder mit sich selbst ausmachen müssen. Im Gegenteil: Schwelende Konflikte können die betreffenden Personen und das gesamte Arbeitsklima noch mehr belasten. Stattdessen gilt auch hier: Ansprechen! Denn eine gute, offene Kommunikation ist die beste Möglichkeit, Konflikte am Arbeitsplatz zu lösen.

Am besten eignen sich für ein solches Konfliktgespräch „Ich“-Botschaften, die höflich und wertfrei formuliert sind und sich auf konkrete Situationen beziehen, anstatt zu verallgemeinern. Ein Beispiel: „Bei dieser Aufgabe hat mir ein konstruktives Feedback von dir gefehlt“ statt „Du hast immer nur etwas zu meckern!“

 

Konflikte als Chance begreifen

Streit ist nicht unbedingt eine angenehme Angelegenheit. Trotzdem kann aus Konflikten etwas Positives erwachsen: Sie geben den Beteiligten die Möglichkeit, wichtige Veränderungen anzustoßen und gemeinsame Ziele zu formulieren, die ihnen selbst, vielleicht sogar dem gesamten Team und dem Unternehmen, zugutekommen. Um beim Beispiel zu bleiben: Die Arbeitnehmer könnten gemeinsam mit dem Vorgesetzten ein Feedback-System entwickeln, um die gegenseitige Wertschätzung zu erhöhen und die Qualität der Arbeit zu verbessern.

Auch wenn Arbeitnehmer Konflikte unter Kollegen meist selbst lösen können, ist es nicht immer ihre alleinige Verantwortung. In besonders festgefahrenen Situationen können beispielsweise externe Schlichter, sogenannte Mediatoren, hinzugezogen werden. Bei heftigeren Konflikten wie Mobbing, Beleidigungen oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ist der Arbeitgeber gefragt: Er hat die gesetzliche Pflicht, seine Mitarbeiter vor Diskriminierung und Herabwürdigung zu schützen.

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