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Kraftakte: Mit Handicap erfolgreich im Job

Piening Personal | 27.10.2017

Jens M. ist gehbehindert. Das sehen die meisten sofort. Was sie nicht direkt sehen ist, dass er ein engagierter Mitarbeiter und hilfsbereiter Kollege ist. Jens arbeitet seit 3,5 Jahren in der Scan-Abteilung bei Piening Personal. Er digitalisiert Dokumente und pflegt Personalakten von mehreren Tausend Mitarbeitern.  

Jens, war es schwierig für dich nach deiner Ausbildung einen Job zu finden?

Schon. Der Eintritt in den regulären Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Handicap schwierig. Zum Einen durch das Werkstattsystem, zum Anderen durch die Unternehmen selbst. Viele sind nicht bereit, Menschen mit einer Behinderung einzustellen. Als Bewerber darf man sich von Absagen nicht demotivieren lassen. Ich habe neun Monate lang gesucht, bis ich eine Anstellung gefunden habe. Dabei habe ich meinen Hauptschulabschluss auf einer Regelschule gemacht und auch für den Realschulabschluss habe ich ein klassisches Berufskolleg besucht. Die Ausbildung zum Bürokaufmann lief ebenfalls regulär ab. Eigentlich gute Voraussetzungen, dachte ich.

Wie bist du auf Piening als Arbeitgeber aufmerksam geworden?

Die Reha-Abteilung beim Arbeitsamt hat mich auf die Position in der Scan-Abteilung bei Piening aufmerksam gemacht. Die Tätigkeiten, der sichere Arbeitsplatz und auch die Nähe zu meinem Wohnort haben mich überzeugt. Außerdem ist mir eine Anstellung im allgemeinen Arbeitsmarkt wichtig. Ich möchte mittendrin sein, mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten und genau wie jeder andere Mitarbeiter meinem Job in einem ganz „normalen“ Umfeld nachgehen.

Schränkt dich deine Behinderung im Job ein?

In keiner Weise. Ich gehe zwar etwas wackelig und langsamer, aber als Einschränkung würde ich das nicht bezeichnen. Das hat keinen Einfluss auf meine Arbeit. Alle Aufgaben kann ich eigenständig bewältigen. Vom Scannen der Personalakten, über die Erweiterung und Bearbeitung bis hin zur Einstellung in unser Archivsystem. Das Tagesgeschäft läuft – besser als ich ;-)

Stichwort Barrierefreiheit, was sagst du dazu?

Das spielt für mich eine geringere Rolle. Trotz meines Handicaps laufe ich Treppen, fahre Fahrrad und bin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch sonst mobil unterwegs. Wenn ich zurückblicke, sind die Barrieren in den Köpfen die größeren Hindernisse. Ob Ärzte, Lehrer oder auch Personaler, nur wenige geben dir eine Chance und glauben an dich. Es wäre toll, wenn Menschen mit Behinderung eine genauso offene Kommunikation erfahren könnten wie andere. Uns sollte weniger skeptisch begegnet werden. Das oft distanzierte Verhalten und die Vorsicht fühlen sich nicht gut an.  

Wie würdest du die Arbeitsatmosphäre und die Kollegen bei Piening beschreiben?

Unsere Scan-Abteilung besteht aus drei Mitarbeitern. Wir arbeiten eng zusammen und vertreten uns in Urlaubszeiten. Bei unserer Arbeit müssen wir sehr sorgfältig und konzentriert sein, der Spaß kommt aber trotzdem nicht zu kurz und es wird viel gelacht. Wir sind alle Fußballfans – zwar von unterschiedlichen Vereinen, aber das passt gut zusammen. So gut, dass wir uns auch privat treffen. Besonders gefällt mir auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Es gibt immer mal wieder inhaltliche Überschneidungen, sodass wir uns austauschen. Es ist ein schönes Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Handicap.

Welchen Rat würdest du anderen Menschen mit Behinderung geben, die einen Job suchen?

Gebt nicht auf und lasst euch nicht unterkriegen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das schwierig sein kann. Denn das „glaub an dich“, ist leicht gesagt, wenn eine Absage nach der nächsten im Postfach eingeht. Mit der richtigen Unterstützung von Eltern und Freunden schafft ihr das. Und wer weiß, vielleicht sind wir schon bald Arbeitskollegen.

 

Jens zeigt, dass Behinderung situativ ist. Er ist in einem Bereich tätig, in dem er selbstständig und eigenverantwortlich arbeitet. Seine Behinderung schränkt ihn im Arbeitsalltag nicht ein. Selbst die 7,5 Kilometer bis ins Büro sind kein Problem für ihn: Er steigt aufs Fahrrad und fährt pro Weg ca. 40 Minuten. So spare er sich das Fitnessstudio – eine sportliche Leistung, die sich sehen lassen kann. Und das ist nicht das Einzige, wovon sich Menschen ohne Handicap eine Scheibe von ihm abschneiden können. Durchhaltevermögen und Stärke sind es, die ihn dahin gebracht haben, wo er heute steht.

Piening Personal unterstützt Menschen mit Behinderung, den passenden Job zu finden und freut sich über Initiativbewerbungen.

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