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Pausen bei der Arbeit: Rechte und Pflichten – Missverständnisse und Mythen

Piening Personal | 08.05.2018

Wie lange darf der Gang zur Toilette ausfallen und müssen Raucherpausen genehmigt werden? Um kaum ein anderes Thema ranken sich derart viele Mythen und Missverständnisse wie um die Pausen bei der Arbeit.

Wie viele Pausen gemacht werden dürfen und welche müssen – das hat nur selten mit Lust und Laune zu tun, sondern ist geregelt. In erster Linie im Gesetz. Bei einem Vollzeitjob (sechs bis neun Arbeitsstunden täglich) ist eine halbe Stunde die Pflicht.

Hier tut sich schon das erste Missverständnis auf. Denn Pflicht heißt, dass der Arbeitgeber nicht einfach weniger Pausenzeit festlegen darf. Gleichwohl aber mehr. Denn die Vorgabe ist nur eine Mindestangabe. Jedem Arbeitgeber steht es frei, bei einem achtstündigen Arbeitstag beispielsweise eine verpflichtende Pause von einer Stunde festzulegen. Diese wiederum muss nicht in einem Stück liegen. Die Stunde darf auch über den Arbeitstag verteilt werden. Dabei darf ein Pausenblock jedoch nicht kürzer als 15 Minuten sein.

 

Wird Pausenzeit bezahlt?

Ebenso immer wieder für Diskussionsstoff sorgt die Frage, ob verpflichtende Pausen wohl zur bezahlten Arbeit gehören. Antwort: Gehören sie – natürlich – nicht. Pausenzeit zählt nicht zur Arbeitszeit. Entsprechend darf kein Arbeitgeber nicht genommene Pausen mit Geld vergüten. Klare Vorgabe: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich Entspannung zu gönnen.

 

Essenspausen – ab wann und wie lange?

Wenn der Arbeitgeber keine Kantine hat oder das Tagesmenü dort heute auch nicht so zusagt, darf während der Pause das Betriebsgelände verlassen werden. Ist ja keine Arbeitszeit. Allerdings kann im Falle eines Unfalls die Versicherung des Arbeitgebers unwirksam werden – und es muss die eigene Versicherung des Arbeitnehmers zahlen.

 

Arbeitsunterbrechungen – sind das Pausen?

Oft gefragt: Der Toilettengang ist immer auch außerhalb der Pausenzeit erlaubt und darf nicht von der Arbeitszeit abgezogen werden. Und Raucherpausen? In vielen Unternehmen werden Raucherpausen individuell geregelt – bei manchen muss aus- und eingestempelt werden, andere verzichten darauf. Generell sind Arbeitsgerichte wenig milde, wenn Beschäftigte während der Arbeitszeit Raucherpausen machen, ohne diese mindestens als Pause anzugeben.

Da nicht jede Unterbrechung der Arbeit als Pause gilt, kann sie auch nicht von der entgeltlichen Arbeitszeit abgezogen werden. Wenn der Betrieb beispielsweise aus organisatorischen oder technischen Gründen zum Stillstand kommt, handelt es sich um eine sogenannte Betriebspause, die keine unbezahlte Pause darstellt. Denn jeder Mitarbeiter muss ja in Bereitschaft bleiben, in jedem Moment wieder mit der Arbeit fortfahren zu können.

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